AfD-Zulauf gefährdet Pfingstochsenbestand

Die Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) fühlt sich den Wertegrundlagen des christlich-abendländischen Kulturkreises besonders verpflichtet.
Durch den massiven Zulauf, den die AfD momentan in einigen Bundesländern erfährt, werden die christlichen Feiertage und Bräuche von vielen Bürgerinnen und Bürgern neu entdeckt.
Das bevorstehende Pfingstfest, das unter den christlichen Festtagen eher ein Schattendasein führt, gewinnt dadurch an Bedeutung.
Der Hintergrund des Pfingstfestes stellt für viele Bundesbürger ein Rätsel dar.
In einer Umfrage wussten 49 Prozent der Befragten nicht, was an dem Tag gefeiert wird.
AfD-Politiker wollen diesen Missstand nicht länger hinnehmen und appellieren an die deutsche Christenheit, das Pfingstfest offensiv zu begehen und nicht nur die freien Tage zu genießen.
Ein Sprecher der Partei: „Wenn wir dem muslimischen Bevölkerungsteil Paroli bieten wollen, dann müssen wir das christliche Brauchtum mit neuem Schwung versehen.“
Die AfD hat deshalb eine „Ritualattacke“ beschlossen und ihre Mitglieder schriftlich dazu aufgefordert, an den Pfingsttagen ausschließlich Pfingstochsenfleisch zu verzehren.
Ein Parteisprecher: „Wir sollten alles dafür tun, dass der Pfingstochse den Stellenwert der Weihnachtsgans erreicht. Mit unserer Info-Post haben wir auch gleich leckere Rezepte verschickt.“
Die Pfingstochsenzüchter sind auf den Ansturm nicht vorbereitet und können die hohe Fleischnachfrage nicht bedienen.
Wilderer stoßen in die Lücke und erlegen die Tiere illegal in freier Wildbahn.
Tierschützer sorgen sich um den Bestand und warnen vor der Ausrottung der seltenen Rasse.
Auf Nachfrage der Redaktion, wie die AfD denn nun den Hintergrund des Pfingstfestes erkläre, kam folgende Antwort aus der Parteizentrale: „Ja, Heiliger Geist nochmal! Mit solchen Detailfragen befassen sich nicht die Demagogen, sondern die Theologen!“