Altersarmut: Immer mehr Senioren beim Martinssingen aktiv!

Immer mehr Seniorinnen und Senioren nutzen den evangelischen Brauch des Martinsssingens, um sich mit dringend benötigten Lebensmitteln einzudecken!
Dabei mischen sich Betagte am 10. November unter die umherziehenden Kindergruppen und halten ihre Beutel aus der zweiten Reihe nach vorn. Sie erhoffen sich möglichst energiereiche Snacks für den bevorstehenden Winter!
Diese neue Eskalationsstufe der Altersarmut birgt enormes Konfliktpotenzial; denn werden die faltigen Schnorrer von Eltern oder Kindern erwischt, droht ihnen körperliche Gewalt.
So musste die Polizei beim gestrigen Martinssingen mehrfach eingreifen und Prügeleien zwischen Alten und Jungen schlichten.
Experten beobachten die Entsolidarisierung zwischen den Generationen mit großer Sorge.
Gerade Kinder zeigen für die Notlage der Senioren kein Verständnis.
Eine Umfrage unter Kindergartenkindern ergab, dass 98 Prozent der Befragten nicht bereit sind, ihre „Sangestrophäen“ mit den Bedürftigen zu teilen.
Seniorenverbände raten dazu, auf die Karnevalsumzüge im Frühjahr auszuweichen. Das Aufsammeln der „Kamelle“ stellt eine gefahrlose Alternative zum Martinssingen dar. Außerdem sind die Bonbons mehrere Jahre haltbar.
Des Weiteren bietet sich Halloween an:
Wir wollen dich erschrecken
und auch ein bisschen necken
Willst du uns verjagen
woll’n wir erst mehr Rente haben!