Nach ICE-Panne: Wolfsburg bekommt hop-on-hop-off-Bahnhof

Wer kurz vor Wolfsburg ausstiegsbereit an der ICE-Türe stand, der konnte sich bald wieder bequem hinsetzen: Statt anzuhalten, fuhr am Sonntag ein Schnellzug an seiner planmäßigen Station vorbei.
Schon mehrfach ignorierten Zugführer den Bahnhof in Wolfsburg, so dass Bahnreisende regelmäßig um ihre Ankunft bangen müssen, wenn die „Perle an der Aller“ auf dem Fahrplan steht.
Um solche Vorfälle perspektivisch zu vermeiden, bekommt der Bahnhof nun einen hop-on-hop-off-Bereich.
Die Fahrgäste postieren sich auf einem Sprungturm und können so auf den fahrenden ICE aufspringen (hop-on).
Reisende, die aussteigen wollen, werden mithilfe eines Sprungtuchs von speziell ausgebildeten DB-Servicemitarbeitern aufgefangen.
Erste Tests mit Artisten und Stuntmen haben gezeigt, dass Aus- und Zusprünge bis 160 km/h völlig gefahrlos möglich sind.
Bahnexperten empfehlen jedoch spezielle Schutzbekleidung mit Rückenprotektoren und einen passenden Integralhelm.
Sollte sich das „Wolfsburger Modell“ bewähren, so ist eine bundesweite Umsetzung geplant, um die Umstiegszeiten zu optimieren und Reisezeiten zu verkürzen.
Außerdem ist das versehentliche Auslassen eines Bahnhofs mit dieser Lösung absolut ausgeschlossen!