Streit mit den Kirchen: AfD bekommt Unterstützung von Pontius Pilatus!

Wenige Tage vor dem Weihnachtsfest packte Alice Weidel die rhetorische Rute aus und warf den großen Kirchen hierzulande vor, ähnliche Fehler zu machen wie in der Zeit des Nationalsozialismus. Sie meinte damit das politische Engagement der Kirchen und die damit verbundene Kritik an der AfD-Flüchtlingspolitik. Diese selektive Erinnerungskultur wird auch vom braunen Rand der Partei begrüßt.
Nun meldete sich Pontius Pilatus, Präfekt von Judäa, zu Wort, um der Chefin der AfD -Bundestagsfraktion beizupflichten und ihr den Rücken zu stärken.
Der römische Statthalter des Kaisers Tiberius kämpfte an vorderster Front gegen Jesus Christus, der mit seinen Jüngern für politische Unruhen in den Provinzen Judäa und Samaria sorgte.
Pontius Pilatus: „Ich kann nicht fassen, dass es die christlichen Aufrührer und Volksverhetzer überhaupt noch gibt. Immerhin habe ich den Anstifter und politischen Kopf seinerzeit kreuzigen lassen! Damals nannte sich die Truppe noch ‚Judäische Volksfront‘ bzw. die Splittergruppe ‚Volksfront von Judäa‘!
Pilatus rät Alice Weidel dazu, ähnlich hart durchzugreifen und die politisch-ideologische Kampfschrift (Bibel), die sukzessive verfasst und verbreitet wurde, aus dem Verkehr zu ziehen.
Besonders die Passagen mit den Schlagworten „Sanftmut“, „Barmherzigkeit“ und „Gerechtigkeit“ gelten als brisant und könnten „Wucherungen am deutschen Volkskörper“ auslösen.
Vertreter der christlichen Kirchen vermuten, dass Alice Weidel mit ihren NS-Vorwürfen eigene Ziele verfolgt und den Einzug in ein mächtiges Reich plant:
Selig sind, die da geist(l)ich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.

Bildquelle: By Olaf Kosinsky (Own work) [CC BY-SA 3.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons