Rücksichtslose Piloten: Flugverkehr gefährdet Drohnen

Drohnen werden in Deutschland immer beliebter. Experten schätzen, dass allein in diesem Jahr ca. 600.000 Exemplare verkauft werden.
Leider kommt es im enger werdenden Luftraum verstärkt zu gefährlichen Begegnungen mit Passagierflugzeugen.
Während Kollisionen nur in Ausnahmefällen zu einem Absturz einer mächtigen Boeing führen, überleben die kleinen Fluggeräte den Zusammenstoß nicht.
Die Gemeinschaft Deutscher Drohnenbesitzer (GDD) fordert deshalb die Betreiber der Airlines und Flughafengesellschaften zu mehr Rücksichtnahme im Luftverkehr auf.
Gerade Hobbypiloten, die ihre Drohnen im Bereich der Start- und Landebahnen aufsteigen lassen, berichten immer häufiger von egoistischen Flugkapitänen, die stur auf ihrem Kurs bleiben und einen Crash billigend in Kauf nehmen.
Peter Rensing, Sprecher der GDD: „Bei Zusammenstößen kommt es zu einem ungleichen Kampf. Vielleicht wird beim Flugzeug mal ein Triebwerk beschädigt, aber moderne Jets können auch mit einer funktionierenden Turbine sicher landen. Unsere kleinen Lieblinge zerspringen in tausend Einzelteile und sterben einen grausamen Tod! Gerade Besitzer von Eigenbauten werden mit dem Drohnenverlust kaum fertig und fallen in ein tiefes seelisches Loch.
Die Drohnenflieger wollen den Luftraum nicht kampflos aufgeben und planen Gegenmaßnahmen. Der GDD möchte beispielsweise flächendeckend Laserpointer einsetzten und Piloten so auf die kleinen Flugobjekte aufmerksam machen.
Die Pilotenvereinigung „Cockpit“ zu den GDD-Plänen: „Wir bleiben ruhig und lassen uns nicht Drohnen!“